DENGLER UND DENGLER
ACTION PAINTING TODAY
Doris Dziersk, Tamás Hencze, Joachim Hiller,
Alexander Lorenz, István Nádler, Manoel Veiga,
Sabine Wild, Gábor Záborszky
Sabine Wild, NY Aufriss 33, 2008, Lambdaprint auf Aludibond, 50 x
100, Auflage 3 (250 kb)
Tamás Hencze, Színes árnyék II (Bunter Schatten II), 2000, 80 x 60 (250 kb)
Eröffnung:
Freitag, 11. 9. 2009, 19:00 Uhr
Dauer:
12. 9. - 7. 11. 2009
Veranstaltungen:
Samstag, 12. 9. um 16 Uhr Künstlergespräch mit Manoel Veiga
Samstag, 19. 9. um 16 Uhr Kurzvortrag von Martina
Merklinger (Kunsthistorikerin): „Manoel Veiga im Kontext der Kunst in
Brasilien“
DENGLER UND DENGLER
Galerie für Schöne Künste
Rosenbergstraße 102A
70193 Stuttgart
Tel: 0711 62767577
Fax: 0711 62767578
info@denglerunddengler.de
www.denglerunddengler.de
Öffnungszeiten:
Di - Fr 14 - 18 Uhr,
Sa 11 - 16 Uhr
und nach Vereinbarung
Vor hundert Jahren wurde Clement Greenberg geboren, der in den 1940er Jahren
einer der bedeutendsten Kunstkritiker in den USA wurde. Sein Geburtstag ist der
Anlaß für diese Ausstellung, die nach dem Zustand des Action Paintings in der
Gegenwart fragt. Wie hat sie sich weiterentwickelt und wie wird sie heute von
Künstlern gesehen?
Als das Action Painting in den USA als Fortentwicklung der surrealistischen Praxis
der écriture automatique, der amerikanischen Muralkunst und indianischer
Kunstpraktiken entstand, entwickelte sich gerade das Spannungsfeld des Kalten
Krieges. Wegen ihrer individualistischen Bildsprache, der vermeintlichen
Gegenwart des Künstlers im Bild, der unmittelbare Spuren seiner Befindlichkeit auf
der Leinwand zurückließ, wurde sie politisch als Ausdruck einer demokratischen
Gesellschaft freier Individuen in die Pflicht genommen. Die Sehnsucht nach
Authentizität, nach Anwesenheit des Künstlers im Bild führte Alexander Lorenz in
seinem animierten Splatter-Movie „Blutsturz“ ad absurdum. Tamás Hencze
beschäftigt sich in Ungarn seit den späten 1960er Jahren mit Action Painting. Er
begann sich auf die malerische Geste als Form zu konzentrieren und diese als
großes Motiv in einer perfekten, unpersönlichen Malweise umzusetzen. In
gewisser Weise zeigen jüngere Arbeiten von István Nádler das gegensätzliche
Vorgehen, wenn er konkret geometrische Kompositionen in einer expressiven
Malweise umsetzt. Joachim Hiller und Gábor Záborszky setzten die besondere
Beschaffenheit des Materials an die Stelle des Künstlerindividuums, wenn sie
Versuchsanordnungen schaffen, in denen die Eigenheiten der Materie sich
entfalten können. Am Beispiel des brasilianischen Künstlers Manoel Veiga zeigt
die Ausstellung die panamerikanische Bedeutung des Action Paintings. Sabine
Wild erzeugt in Ihren Photographien durch digitale Unschärfen den Eindruck
gestischer Malerei. So kann die Ausstellung zeigen, daß die Tradition des Action
Painting, natürlich in vielfach gewandelter Form, noch immer lebendig ist.
Die Pressetexte der Galerien können Sie
zusammengefasst als pdf-Dokument (ca. 100 KB) ausdrucken.
Taxi-Tour B
Galerie Schlichtenmaier, Galerie im Königsbau, Galerie Reinhard Hauff, Galerie Klaus Gerrit Friese, Parrotta Contemporary Art, Galerie Anja Rumig,
Dengler und Dengler, 14-1 Galerie, Galerie Merkle, Galerie Naumann, Galerie Hollenbach, Edith Wahlandt Galerie