Galerie Anja Rumig
Gert Riel: Energetische Modulationen in Metall
Gert Riel, Ohne Titel, 2007,
Lack auf Aluminium
20 x 17 x 4 cm (230 kb)
Gert Riel, Ohne Titel, 1999, Stahl und Stahlband, 96 x 78 x 5 cm (270 kb)
Eröffnung:
Mittwoch, 16. 09. 2009, 19.30 Uhr
Dauer:
17. 09. - 7. 11 .2009
Galerie Anja Rumig
Ludwigstr. 73
70176 Stuttgart
Tel: 0711 26346363
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www.galerie-anjarumig.de
Öffnungszeiten:
Di - Fr 14 - 19 Uhr
Sa 11 - 16 Uhr
u.n.V.
Seit mehr als vierzig Jahren arbeitet Gert Riel ausschließlich mit Metall, vorwiegend mit Stahl, in den letzten Jahren auch mit farbig gefasstem Aluminiumblech. Haben sich die formalen Ausprägungen seiner Wand- und Bodenobjekte während dieser Zeit auch immer wieder verändert, als Folge einer sukzessiven Weiterentwicklung und Modifikation seiner Gestaltungsprinzipien, so charakterisieren sie sich dennoch durch eine gleich gebliebene Wesensart. Diese kennzeichnet sich durch ein den Arbeiten immanentes Energiepotential, das sowohl durch die künstlerische Gestaltung der äußeren Form als auch ihrer Oberfläche höchst subtil und differenziert zur Wirkung gebracht wird und innerhalb eines Objektes ein ganzes Spektrum an Ausdrucksqualitäten aufweist.
Künstlerischer Ausgangspunkt ist die dem unbearbeiteten Material, dem rechteckigen Stahl- oder Aluminiumblech, eigene Energie. Durch kraftaufwändiges Biegen der Platten zu konkaven oder konvexen Körpern, die teilweise mit Textil- oder Stahlbändern verspannt werden, durch Zerschneiden der rechteckigen Grundform in Einzelteile und ihre Fügung zu einer Formvariante oder durch rhythmische Abkantungen der monochrom gefassten Aluminiumbleche bleibt die Energie der Ausgangsform zwar quantitativ erhalten, gleichzeitig wird sie einem dynamischen Prozess ausgesetzt. Monochrome Körper beispielsweise werden unter Einfall von Licht und Schatten von ihrer Einfarbigkeit befreit, die Intensität des Farbtons variiert sich und somit variiert auch der Ausdruck der energetischen Kraft. Bei anderen Arbeiten fluktuiert die Energie über ein von der Form umschlossenes inneres Volumen über die Spannung der von Stahl- oder Textilbändern zusammengehaltenen plastischen Außenform. In allen Objekten ist diese Fluktuation als subtile Modulation eines bestimmten Energierepertoires erlebbar. Die aus einfachsten Formelementen bestehenden Werke erweisen sich dadurch als höchst komplexe gestalterische Schöpfungen.
Gert Riel, geboren 1941 in Prien am Chiemsee, studierte von 1964-1968 Bildhauerei bei Rudolf Hoflehner an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, an der er selbst, einige Jahre später, in der Abteilung für Bildhauerei bis 2005 als Lehrer tätig war.
Mit einer Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland, Aufträgen für Kunst im öffentlichen Raum und etlichen Teilnahmen an Bildhauersymposien hat sich Gert Riel mit seinem plastischen Werk der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Der Künstler lebt und arbeitet in Remshalden-Buoch.
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