Galerie Michael Sturm


Vanessa Henn
No Way


Vanessa Henn
Vanessa Henn, Kompass, 2008, Stahl, Aluminium, Acrylglas radiant, Leuchtstoffröhren, 600 x 290 x 220 cm, Neubau Mensa, Berufsakademie Villingen-Schwenningen (150 kb)

Eröffnung:
Samstag, 19. 09. 2009, 11.00 Uhr

Dauer:
19. 9. - 21. 11. 2009

Galerie Michael Sturm
Werastraße 24
70182 Stuttgart
Tel: 0711 6159568
Fax: 0711 6159581
mail@galerie-sturm.de
www.galerie-sturm.de

Öffnungszeiten:
Di - Fr 13 - 18.30 Uhr
Sa 11 - 14 Uhr
u.n.V.



In ihren Installationen und Objekten verbindet Vanessa Henn formale Reduktion und spielerischen Witz, dessen Motive sie aus der Alltagskultur schöpft, mit einer scharfsinnigen Beobachtung des öffentlichen Raumes. Ihr besonderes Interesse gilt verschiedenen Architekturelementen, die den Fluss der Öffentlichkeit regulieren, wie Stege, Geländer und Wegweiser. Arbeiten aus industriell gefertigten Treppenhandläufen, die ihre bunten Bahnen durch die Ausstellungsräume ziehen, sind für Henn zum Markenzeichen geworden und verwischen auf gekonnte Weise die Grenzen zwischen Bild, Skulptur und Rauminstallation.

Dabei tritt die Funktionalität der verwendeten Elemente in den Hintergrund und die Suche nach dem Weg kann mitunter sehr verwirrend sein. Ein Treppengeländer, das dem Verlauf der Treppe entgegenläuft oder in die Decke oder den Boden hineinläuft, ein Wegweiser, der auf die Ästhetik seiner Form reduziert, keine Information mehr transportiert und ein historisches Holzgeländer, dessen Teile sich, ihrer Funktion völlig enthoben, virtuos ineinanderschlingen, sind im Verkehrsfluss eher Hindernis als Hilfe. Sie mögen ihre Funktion erfüllen, aber sie agieren nicht im Interesse der Öffentlichkeit sondern in dem der Künstlerin.

1970 in Stuttgart geboren, studierte Vanessa Henn von 1992 bis 2001 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Der Einfluss ihrer Studienzeit bei Performancekünstlerin Joan Jonas spiegelt sich klar in ihren Objekten und Installationen wider, die nie autonome Werke sind, sondern den Betrachter zur Interaktion, zur Berührung auffordern. Die Beziehung zwischen Bewegung und dem dreidimensionalen Objekt ist ein Hauptanliegen dieser Kunst.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Henns Werke oft im öffentlichen Raum und als Kunst am Bau Verwendung finden. Und auch in einem privaten Umfeld wird eines ihrer Geländer leicht zur Herausforderung im Treppenhaus, einem Spiel mit unseren gewohnten Bewegungsabläufen und verwandelt die gewohnten Strukturen in eine Abenteuerfahrt ins Unbekannte.

Die Pressetexte der Galerien können Sie zusammengefasst als pdf-Dokument (ca. 100 KB) ausdrucken.

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