Kunsthaus & Galerie Keim
Gisela Glucker und K.H.R. Sonderborg
Form trifft Informel, eine Gegenüberstellung
Episode einer Beziehung, 2011, 40 x 40 cm , Bildobjekt
Eröffnung:
Sonntag, 18. 09. 2011, 14 Uhr
Dauer:
17. 09. bis 29. 10. 2011
Kunsthaus & Galerie Keim
Marktstraße 31
70732 Stuttgart-Bad Cannstatt
Tel: 0711 568498
Fax: 0711 5000025
kunst@galerie-keim.de
www.galerie-keim.de
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 9.30 - 18.30 Uhr
Mi 9.30 bis 13 Uhr
Sa 9.30 - 16 Uhr
Während
Gisela Glucker die FORM findet, sucht und entwickelt, bewusst und oder intuitiv durch eine Materialwahl, Zeichnung, Malerei und natürlich das kompositorische Bauen,
will
Sonderborg die direkte, quasi UN-FORM aus der Emotion und Intuition heraus in die Bewegungs- und Farbspur hinein.
Gisela Glucker zeigt in dieser Ausstellung gebaute Bilder, Bildtafeln und Objekte. Die Künstlerin, 1951 geboren, ist schon seit 12 Jahren in der Galerie KEIM vertreten. Durch Ihre zahlreichen Einzelausstellungen in Deutschland zeigt Sie eine substanzielle Präsenz in der Kunstszene. Außerdem ist Sie seit Jahren mit auf der art KARLSRUHE vertreten. Maßstäbe ganz eigener Art schafft Gisela Glucker bei Ihren dreidimensionalen Bildmotiven durch Ihre Materialwahl. Sie verwendet Altholz aus Abbruchhäusern und verbindet es mit Neumaterialien aus dem Baumarkt. Neumaterialen, die Arbeitsnamen wie MDF oder “oberflächen-beschichtete Spanplatte“ tragen. Gisela Glucker wird dieser Wahl Ihrer Materialien künstlerisch voll gerecht. Es entstehen Bildtafeln und Objekte voller Materialspannung, verbunden mit Zeichnungen und Flächenbearbeitung in der Ihr eigenen Farbskala. Gisela Glucker beherrscht spielerisch die Bezugsebene zum Menschen, ohne ihn bloß zustellen.
Anders die Arbeiten von
K.R.H. Sonderborg (1928 – 2008). Seit den 50er Jahren gehört Sonderborg zu den wichtigsten deutschen Künstlern. Sein Werk bildet eine Brücke zwischen dem europäischen und amerikanischen Action Painting. Er selbst nennt es unmittelbare Malerei. In Dänemark begann er mit Tuschetechniken zu experimentieren. 1953 wurde er Mitglied der Gruppe „Zen 49“. Ab 1958 zog Sonderborg nach Paris, bis er, sieben Jahre später, nach Stuttgart an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste berufen wurde. Sonderborg ging vom Tachismus und Action Painting aus und widmete sich in seiner Malerei dem Aspekt der Bewegung und der Geschwindigkeit. Er war Teilnehmer der Documenta 1959 und 1964. K.R.H. Sonderborg beherrscht die Partitur der freien Gestik. Seine Malerei kommt von innen und zeigt nach außen Dynamik, dadurch entsteht ein unverkennbarer Malduktus.