Galerie Michael Sturm

Dave Bopp
Worlds Collide / Mountains Form

Dave Bopp sieht sein Werk als ein unaufhörlich wachsendes System. Mit jedem neuen Bild öffnet sich ein Fenster, durch das man in eine sich ständig entwickelnde Welt blicken kann. Diese Welt wächst durch die Bilder, die er malt. Es ist eine, die unserer ähnlich ist und chronologisch verschiedene Orte besucht, manchmal weit voneinander entfernt. Manche Bilder haben die Dichte einer Ursuppe, kurz nach dem Urknall. Andere erinnern an tektonische Überreste eines alten, längst vergessenen Planeten. Mit jedem Bild eröffnet sich dem Betrachter eine Perspektive – mal schwebend, aus großer Entfernung, mal mit mikroskopischem Blick ins Innere der Materie, die diese Welt bildet. Es ist eine Welt, die zweifellos multidimensional erscheint. Die Malerei Wird zum Raumschiff, zum Teleporter, zur Zeitkapsel.

Zehn Jahre nach seinem ersten Auftritt in der Galerie Michael Sturm zeigt der in Berlin lebende Schweizer Maler seine vierte Einzelausstellung mit dem Titel „Worlds Collide / Mountains Form“. Seine neuen Arbeiten dringen noch tiefer in eine Bildsprache vor, in der Landschaft nicht nur erahnt, sondern manifestiert wird. Sie wirkt mächtig, erhaben – und doch auch sanft, obskur. Sind diese Berge doch mehr Wellen? Oder vielmehr Körper, die sich lagern? Je länger man sie betrachtet, umso mehr verwickelt man sich in eigenartige Geschichten, fühlt sich selbst neugierig beäugt. Ein Trabant ist stets Begleiter in diesem Raum, ein Pendel zwischen Traum und Kosmos.