Galerie Sammlung Amann
HANS FÄHNLE – UNGESEHEN
In der Ausstellung HANS FÄHNLE – UNGESEHEN zeigen wir größtenteils in der Öffentlichkeit noch nie gezeigte Arbeiten aus dem Nachlass des Stuttgarter Malers Hans Fähnle (1903 – 1968). Ergänzt wird die Präsentation mit Arbeiten aus dem Bestand der Sammlung Amann sowie Leihgaben aus der Galerie Fähnle in Überlingen.
Hans Fähnle gilt als ein Vertreter der sogenannten „verschollenen“ Generation.
Der durch Rainer Zimmermann geprägte Begriff beschreibt eine Gruppe von Künstlern, Musikern und Literaten der Jahrgänge 1890 – 1914, die in der Weimarer Republik bereits hervorgetreten waren, durch die Vorgaben der Nationalsozialisten zur Kunst jedoch an ihrem Wirken gehindert wurden. Fähnle wurde zwar durch seinen noch geringen Bekanntheitsgrad von der NS-Zensur nicht verfolgt, allerdings gab es für ihn keinerlei Ausstellungsmöglichkeiten. Erst nach dem Krieg konnte er wieder seine Arbeiten in verschiedenen Ausstellungen zeigen, z.B. als Gründungsmitglied der „Freien Gruppe Stuttgart“ oder bei Ausstellungen des württembergischen Kunstvereines.
Der große Durchbruch blieb ihm zu Lebzeiten allerdings verwehrt.
Sein Bruder Ernst Fähnle ließ nach seinem Tod im Jahr 1969 ein modernes Ausstellungsgebäude unweit ihres Elternhauses in Überlingen errichten. Die sogenannte „Galerie Fähnle“ dient seitdem der Aufbewahrung und Präsentation eines wesentlichen Teils des künstlerischen Nachlasses und des grafischen Werkes von Hans Fähnle.