Galerie Thomas Fuchs

Yongchul Kim
Stille Wellen

Jonah Gebka
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Stille Wellen

Die Gegensätze von Materie und Geist, Stillstand und Bewegung, Form und Leere werden von Yongchul Kim in den Werken der Ausstellung mit dunklen Hintergründen und breiten, kräftigen Pinselstrichen dargestellt. Alles scheint in einer fließenden Übergangsphase. Gleichzeitig entstehend und zerfallend, malt Yongchul Kim in freien und verdichteten Pinselschwüngen. Sie ballen sich zu Menschen, Pflanzen, Tieren oder Raumkulissen. Neben gesellschaftlichen Themen wie der Frage nach der eigenen Identität oder Herkunft behandeln die Gemälde existenzielle Fragestellungen: „Woher kommen wir und wohin gehen wir? Eine Welle kommt, sie nimmt uns mit.“ (Yongchul Kim)


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Durch bewusst gesetzte Achsen, gestaffelte Bildebenen sowie lasierende und opake Farbflächen lenkt Jonah Gebka den Blick stufenweise in die Gemälde der Ausstellung hinein. Zu sehen sind Szenen anonym bleibender Personen, mal aufmerksam auf ein Gegenüber gerichtet, mal ganz in sich versunken. „Die Bilder der Ausstellung kreisen alle um den häuslichen Raum, zielen aber darauf ab, die vermeintliche Wärme, Sicherheit und Ordnung, die dieser verspricht, aufzulösen oder zumindest infrage zu stellen.“ (Jonah Gebka)
Was auf den ersten Blick als intime Alltagsszene wirkt, entpuppt sich als konstruierter Raum, in dem sich Vertrautheit und Fremdheit, häusliche Interieurs und stilisierte Bildwelten überlagern.