Galerie Lauffer
Michael Schramm
jenseits des haha.
Jenseits des Haha ist Abstraktion kein Rückzug.
Linien stehen nicht als Kontur von Dingen, sondern als Beziehung zwischen ihnen. Kartografische Spekulation in "Tracking Tracks" und "Schwebung", botanische Erinnerung eines "Ökotons" oder der Arbeit "Anemone" lassen Verflechtungen und Wechselbeziehungen abstrakt imaginärer Art erahnen und öffnen neue Sichtweisen auf Abhängigkeiten. Im Zeichenakt des 1992 geborenen Akademiepreisträgers Michael Schramm absorbieren die Blätter des Papiers den Druck der zeichnenden Hand, der geführte materielle Stift löst sich in seiner Zeichenspur auf. Anspannung wird zur freien, lockeren autonomen Bahn. Nur folgerichtig, dass sich die Linie aus dem Format des Papiers löst und in der Ausstellung auf die umgebende Wand ausbreitet.